Fragen an Anne
Auf dieser Seite
werden sie veröffentlicht, sobald Anne drauf geantwortet hat. Vielleicht ist ja
das eine oder andere dabei was ihr schon immer wissen wolltet ??!!
Wie bist du zur Musik
gekommen?
Anne:
Mein
Vater ist leidenschaftlicher Geiger und hat, glaub ich, manchmal bereut, das
nicht zum Beruf gemacht zu haben. So mußten die Töchter herhalten (meine
Schwester studiert noch Geige - allerdings wird sie
Musiklehrerin).
Zuhause wurde immer sehr viel Musik gemacht -
alle haben zusammen gesungen oder musiziert. So bin ich da hinein
gewachsen.
Fanclub:
Welche Instrumente beherrscht du? Oder
leichter gefragt: Was nicht??
Anne:
Violine und Viola sind klar. Als Kind hatte
ich Klavier- und Orgelunterricht. Das nutze ich jetzt für´s Akkordeon. Und dann
spiele ich halt noch diverse Percussions-Gerätschaften. Was schwieriger ist, als
ich erst dachte ;-) und da ich nicht wollte, dass mich Jens, der
Rosenstolz-Drummer, böse anschaut während der Konzerte, hab ich fleißig geübt
;-) .... das kommt mir jetzt in vielen meiner Bands sehr
zugute!
Fanclub:
Spielst du auch Bass?
Anne:
Ich habe bestimmt auf drei Rosenstolz-Touren Bass gespielt.
Allerdings spielt Thomy um viiieles besser als ich, mein Hauptinstrument ist und
bleibt die Geige.
Einen Bassisten braucht man auch in einem Konzert für alle
Lieder (außer den Klavierblock), dann könnte ich nicht mehr Geige, Akkordeon
oder Percussions spielen.
Fanclub:
Was bedeutet dir die Musik? Ist sie für dich mehr als nur
ein Beruf?
Anne:
Ich bin jedes mal von neuem darüber beglückt, dass ich
diesen wunderbaren Beruf ausüben kann, dass ich in der Lage bin, damit genügend
Geld für meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es ist immer wieder herrlich, für
das, was ich sowieso am liebsten tue, nämlich zusammen mit anderen Menschen
Musik machen, Geld zu bekommen...
Fanclub:
Kannst du dich an deine erste Geigenstunde
erinnern?
Anne:
nee... das ist zu lange her...
Fanclub:
Wie bist du zu Rosenstolz gekommen bzw. gehst du gerne mit
den beiden auf Tour?
Anne:
Ich wurde von Patrick Majer, dem damaligen Produzenten von
"Poems for Laila" (jetzt z.B. auch von "Wir sind Helden"), 1996 an Peter Plate
vermittelt und spiele seitdem in der Live-Band von Rosenstolz. Natürlich gehe
ich sehr gern mit ihnen auf Tour - es ist toll und interessant, die stetige
Entwicklung das Wachsen dieser Band in dieser Form miterleben zu
dürfen.
Fanclub:
Was hat sich in den Jahren bei den Touren verändert? (von
RS)
Anne:
Da hat sich viel getan. Am Anfang spielten wir in
kleinen Cubs, fuhren in einem klapprigen Kleinbus nur mit Sound- und Lichtmann
durch die Lande... mittlerweile gibt es große Hallen und eine riesige Crew
(letzte Tour waren wir um die 80 Leute). Das ist natürlich ein Privileg und
toll, alles in derselben Band zu erleben.
Auch die Arbeitsweise hat sich im Laufe der Zeit immer
verändert - ist immer professioneller geworden. Ich habe sehr viel gelernt mit
dieser Band, auch für andere Projekte.
Fanclub:
Nimmst du deinen Sohn mit auf Tour?
Anne:
Jacob ist des öfteren mit dabei. Leider zu selten, weil er
ja in die Schule muss.
Aber er liebt es sehr, mitzukommen - wird auch von allen
gehätschelt und immer ist jemand da, der sich um ihn kümmert. Während der
Konzerte darf er meistens sogar mit auf der Bühne
sitzen.
Darüber bin ich sehr froh, da er so sehen kann, was seine
Mutter tut, wenn sie mal weg ist.
Und er sieht, dass es wunderbar ist, diesen interessanten
und schönen Beruf zu haben.
Jacob unterstützt mich sehr, weil er selbst Musik mag und
weil er stolz auf mich ist.
Dafür bin ich extrem dankbar, da es nicht immer leicht ist,
das Musiker- und gleichzeitig Mutter-sein unter einen Hut zu
bekommen.
Fanclub:
Wie hast du die Überschwemmung deiner Heimatstadt Dresden
erlebt? Was hat sich seitdem verändert?
Anne:
Außer dass meine Eltern ein paar Tage aus ihrer Wohnung
mußten (zum Glück ist aber nix passiert) und dass ich ein paar Geschichten über
Freunde und Verwandte hörte, habe ich davon kaum mehr mitbekommen als der Rest
der deutschen Bevölkerung.
Fanclub:
Welche Musikrichtung hörst du
privat?
Anne:
Privat mag
ich, glaub ich, am meisten ruhigere Indie-Rock- und Popmusik. So etwas wie David
Gray, Amos Lee, Feist oder Teitur. Oder an deutschen Sachen zum Beispiel
Pohlmann. Aber ich liebe auch die Red Hot Chili Peppers, Botanica oder Jan
Plewka.